Algen, Wasser, Schnecken
Praxis
Brauner Belag, grüne Fäden, Nitrit, trübes Wasser. Zuerst die Ursache, dann der Handgriff. Oft reicht weniger Licht, weniger Futter und ein Teil frisches Wasser.
Neue Ratgeber für den Aquariumalltag
Vorbereiten, beobachten und gezielt handeln: Hier findest du neue Anleitungen mit Prüfschritten, Beispielen und Vorlagen.
Aquarium im Urlaub: Futterplan und Übergabe vorbereiten
Futterportionen, Technikcheck und Übergabevorlage für die Betreuung während deiner Reise.
Stromausfall im Aquarium: versorgen und sicher neu starten
Sauerstoff, Temperatur und Filterstillstand einordnen und die Technik kontrolliert wieder starten.
Aquarium im Sommer kühlen: Temperatur und Sauerstoff im Blick
Temperaturverlauf beurteilen, Wärmeeintrag begrenzen und Kühlung samt Wasserstand planen.
Verdunstung im Aquarium: welches Wasser nachfüllen?
Verdunstungsausgleich und Wasserwechsel unterscheiden, mit nachvollziehbarem GH-Rechenbeispiel.
Aquariumfilter laut: Brummen, Rattern und Luft eingrenzen
Geräuscharten unterscheiden und die Ursache mit einer geordneten Prüfreihenfolge eingrenzen.
Luftpumpe und Ausströmer: wann sie im Aquarium helfen
Belüftungsbedarf einordnen und eine Luftpumpe mit Ausströmer passend und sicher aufbauen.
Aquarienscheiben reinigen: Beläge lösen und Kratzer vermeiden
Scheibenmaterial, Belag und Werkzeug abgleichen und sandbedingte Kratzer vermeiden.
Gebrauchtes Aquarium kaufen: prüfen, was du übernimmst
Kaufcheck für Glas, Unterbau, Technik, Besatz und eine planbare Abholung.
Aquarienpflanzen einsetzen: Topf, Rhizom und Bodengrund
Pflanzen nach Wuchsform vorbereiten und einsetzen, mit Planungsbeispiel für Aufsitzer und Bodengrund.
Wasserwerte protokollieren: Messvorlage und Pflegeverlauf
Messwerte und Pflegeschritte mit einer herunterladbaren CSV-Vorlage nachvollziehbar verbinden.
Aquarium-Stromkosten berechnen
Filter und Licht rechnen, Heizer messen: mit vollständigem Beispiel und Entscheidungshilfe vor einem Gerätekauf.
BeckenkaufKomplettset: 54 oder 80 Liter?
Zwei Tetra-Sets vergleichen: Stellfläche, Höhe, mitgelieferte Technik und was zusätzlich gebraucht wird.
FilterwahlInnenfilter oder Außenfilter?
Welche Bauform zum Becken passt: Aufstellplatz, Größenbereich und zwei konkrete Modelle vergleichen.
VolumenNano-Aquarium: Liter und Arten
Nano heißt oft unter 60 Liter. Garnelen ab 20 l, die meisten Fische erst ab 54 l. Die Vase ändert die Zahlen nicht.
PflanzenJavamoos binden
Auf Holz oder Stein, nicht in den Sand. Schwaches Licht reicht. Braun meist Mulm oder Alge.
PflanzenMooskugel: drehen
Alge, kein Moos. 5–10 mm im Jahr. Unterseite braun: wenden. Über 27 °C wird sie weich.
PflanzenAnubias: Rhizom frei
Auf Holz binden, nicht vergraben. nana fürs Nano. Ein Blatt in Wochen, nicht in Tagen.
PflanzenJavafarn: Rhizom frei
Auf Holz binden, nicht vergraben. Neues Blatt in 1–2 Wochen. Braune Punkte unterseits sind Sporen.
PflanzenVallisneria einsetzen
Ins Substrat, Herz frei. Ausläufer füllen den Hintergrund. Die große Form will Höhe.
PflanzenCryptocoryne: Schmelz
Blätter in Tagen glasig. Das Rhizom stehen lassen. Neue Blätter oft in 2–6 Wochen.
PflanzenSchwimmpflanzen
Ein Drittel der Fläche. Nitrat oben, Licht unten. Die volle Decke erstickt beides.
PflanzenHornkraut: treiben
Keine Wurzeln. 5–10 cm pro Woche. Nadeln nach dem Umzug: zwei bis drei Wochen warten.
PflanzenWasserpest: kühl halten
Bis 10 cm die Woche. Optimum 20–24 °C, über 26 °C kümmert sie. Stecken oder treiben.
BodenSoil: weiches Wasser, Ammonium
Senkt KH und pH. Erste Wochen mehr wechseln. Guppy passt selten, Garnelen eher.
BodenBodengrund: Sand oder Kies
Inert lässt GH und KH. Feiner Sand für Welse. Kalk hebt die Härte.
WasserOsmoseanlage: mischen
Permeat hat fast 0 °dH. Mit Hahnwasser oder Salz auf die Artkarte, nicht pur kippen.
GerbstoffeSeemandelbaumblätter
Tee und Deckung. pH nur bei niedriger KH. Kein Mittel gegen Weißpunkt.
GerbstoffeErlenzapfen
Kleinere Dosis als das Blatt. Zwei, drei Zapfen auf 20 Liter. pH nur bei niedriger KH.
EinfahrenWann der erste Fisch einziehen darf
Nitrit mehrere Tage 0 mg/l. Meist 2 bis 6 Wochen. Klarwasser in Woche 1 zählt nicht.
EinfahrenStarterbakterien
Die Matte aus dem gesunden Becken impft. Die Flasche ersetzt den Nitrittest nicht.
EinsetzenBeutel, Tropfen, erstes Futter
15–20 Minuten treiben, 40–60 Minuten angleichen. Beutelwasser bleibt draußen. Licht aus.
NeuzugangQuarantäne: 4 Wochen
22–25 °C, eingefahrenes Glas, eigener Kescher. Nur behandeln, wenn etwas zu sehen ist.
Licht · Stunden vor SpektrumWie lange beleuchten?
Neu 6 Stunden, eingewachsen 8–10. Nicht 12. Die Uhr schlägt die teurere LED.
CO2 · 15–30 mg/lDauertest, nachts aus
Grün sitzt, gelb ist zu viel. 30–60 Minuten vor dem Licht an. Wer schnappt: Gas zu, Fläche an.
pH · nur mit KHWas die Zahl wirklich sagt
pH ohne Karbonathärte ist ein Schnappschuss. Chemie auf 7,0 ist meist der Fehler.
KH · PufferKarbonathärte in °dH
Unter 4 °dH kann der pH kippen. 3 g Natron auf 100 Liter heben 1 °dH. Erst messen, dann zu den Arten passen.
GH · MineralienGesamthärte in °dH
4–15 °dGH tragen die meisten Gesellschaftsbecken. Guppy ab 10, Neon oft unter 8. Mischen, nicht die Flasche.
MessungTeststreifen oder Tropfentest?
Welche Werte enthalten sind und welche fehlen: zwei Sets nach Bedarf vergleichen.
Heizer · Watt und PlatzWann Zimmertemperatur lügt
0,5–1 W je Liter, Stab im Strömungsschatten, Thermometer getrennt vom Rad.
BraunfilmBrauner Belag im neuen Becken
Staubfilm auf Glas und Sand. Meist Woche 2 bis 6. Kein Grund, das Becken abzubrechen.
PflegeWie oft Wasserwechsel?
Alle 7 bis 14 Tage 30 Prozent. Wöchentlich im jungen oder dichten Becken, sonst nach Nitrat.
FilterWann die Matte ausdrücken
In Beckenwasser, nicht unter dem Hahn. Innenfilter oft 3–6 Wochen, Außenfilter 6–12. Ein Medium, nicht alle.
FutterWie viel, wie oft, Fastentag
Was in 2 bis 3 Minuten weg ist, ein- bis zweimal am Tag. Was liegt, wird zu Nitrat und Schnecken.
NitratWelcher Nitratwert ist normal?
Jemand starrt auf den Tröpfchentest. Die Zahl allein ist noch keine Diagnose.
PhosphatPO4: Last und Nährstoff
0 mg/l bei vollem Licht ist Mangel. Über 2 mg/l plus lange LED füttert Algen. Erst Futter.
GelegeWelche Art, was tun
Rosige Pakete, weiße Kapseln, Gelege an der Scheibe — nicht jede Eierart ist eine Plage.
ArtbestimmungPomacea oder Planorbarius?
Der Handel meint fast immer Pomacea. Die große europäische Posthornschnecke ist etwas anderes — und legal.
PlageLoswerden — und warum oft nicht
Ein Tier reicht. Gift holt sie nicht. Die Zahl folgt der Fütterung, nicht dem Mittel.
PlagePlanarien
Dreieckskopf, zwei Augen. Die Zahl folgt dem Futter. Mittel töten oft Schnecken mit.
PlageHydra: Stiel und Fangarme
Sitzt am Glas, sticht Junggarnelen. Nicht zerreißen. Die Zahl folgt dem Futter.
MulmFadenwürmer: weiß im Detritus
Nematoden leben vom Rest. Rote Fäden am After sind Camallanus, nicht derselbe Wurm.
MulmDie Schicht auf dem Boden
Eine Haut gehört dazu. Der Teppich füttert Nitrat. Fläche absaugen, Soil nicht umgraben.
AlgenGrünalgen: welche Form
Film, Wasser, Faden oder Pinsel. Erst zuordnen, dann 6 Stunden Licht.
AlgenPunktalgen: hart und klein
Grüne Punkte an Glas und altem Blatt. Klinge an der Scheibe. Licht auf 6 Stunden.
GrünfädenGrüne Fäden, aufwickelbar
Licht auf 6 Stunden, Futter in 2 Minuten, 30 Prozent wechseln. Das Mittel kommt zuletzt.
TrübungSieben Ursachen, vier Farben
Milchig, grün, staubig oder tee. Die Farbe zuerst — dann 30 Prozent, nicht das Klarmittel.
OberflächeKahmhaut, der silbrige Film
Biofilm auf der Fläche, Wasser darunter klar. Papier abziehen, Auslauf an die Fläche, Futter in 2 Minuten.
NH4/NH3 · mit pHAmmonium oder Ammoniak?
Ziel 0 mg/l. Giftig ist NH3. Dieselbe 0,5 mg/l ist bei pH 7 harmlos, bei pH 8 nicht.
EinfahrenEinfahren überstehen
NO2 dauerhaft 0 mg/l. Peak in Woche 2 bis 6. Der Test entscheidet, nicht der Kalender.
Haut und KiemenWeißpunktkrankheit
Salzkörner auf Flosse und Kieme. Mittel trifft nur die Schwärmer. Mindestens 7 Tage, auch wenn die Punkte weg sind.
FlossenFlossenfäule
Milchiger Rand, oft rot an der Basis. Erst NO2 messen, 30–50 Prozent wechseln. Die Wurzel entscheidet, ob nachwächst.
KopfLochkrankheit
Gruben über den Augen, oft Diskus. Erst Nitrat und Futter. Weißer Fadenkot: Tierarzt.
LeibBauchwassersucht
Tannenzapfen von oben, nicht der runde Bauch. 30–50 Prozent wechseln. Salz 2–5 g/l nur ohne Wels.
LageSchwimmblase
Seitlich oder Bauch oben, Schuppen flach. 13 cm, drei Tage Pause. Salz 1 g/l nur ohne Wels.
HartalgenHart, kurz, oft CO2
Büschel an Kanten. Nicht aufwickelbar. Eisen senken, Licht kürzen, nicht die zweite Flasche.
CyanobakterienCyanobakterien, deshalb anders
Schleimige Matten, oft Geruch. Absaugen, verdunkeln, danach zweimal 90 Prozent. Kein Grünalgenmittel.
PhysiologieSchlafen Fische?
Keine Lider, oft schräg über dem Boden. Licht nachts aus. Füttern erst nach einer halben Stunde.
PhysiologieHaben Fische Durst?
Nein, nicht wie Säugetiere. Osmose über Kiemen und Haut, nicht der Napf.
NotfallgesteSchnappen an der Oberfläche
Sauerstoff, Nitrit, Kiemen. Labyrinthfische atmen dort — der Rest nicht zum Spaß.
Ehrliche ArtseiteGoldfisch im Aquarium
Warum er nicht ins Standardbecken gehört — und trotzdem gesucht wird.