Guppys brauchen ein Becken ab 54 Litern (60 cm Kantenlänge), 22–26 °C und hartes, eher basisches Wasser (pH 7,0–8,5, GH 10–25 °dH). Halte sie in einer Gruppe ab 6 Tieren — ein Männchen auf zwei bis drei Weibchen, sonst hetzt das Männchen ein einzelnes Weibchen kaputt.
Wenn du ein Becken für Guppys auswählst, vergleiche Länge und Volumen: Die zwei Tetra-Sets im 54-/80-Liter-Vergleich sind beide 60 cm lang; das größere Set bietet mehr Höhe.
Passt das zu dir?
Ja, wenn
- Dein Leitungswasser ist mittelhart bis hart und nicht sauer.
- Du willst einen lebhaften Oberflächenfisch, der sich von selbst vermehrt.
- Das Becken ist eingefahren, nicht brandneu.
Nicht halten, wenn
- Du hast weiches, saures Amazonaswasser (Diskus, Wildskalar).
- Im Becken leben Flossenzupfer wie Sumatrabarben in kleiner Gruppe.
- Du willst eine ruhige Einzelhaltung ohne Nachwuchs.
1 Männchen auf 2–3 Weibchen oder reine Männchengruppe ab 6
Haltung
Guppys sollten dauerhaft in mittelhartem bis hartem Wasser gehalten werden. Eine Bepflanzung mit freien Schwimmbereichen passt zu ihrer Haltung.
Welche Temperatur brauchen Guppys?
Für diese Haltungshilfe verwenden wir 22–26 °C als Orientierungsbereich. Die Fachquellen setzen andere Schwerpunkte: Seriously Fish nennt 17–28 °C, Bierbach und Mitautoren empfehlen 24–28 °C für die wissenschaftliche Haltung. 24–26 °C liegen in beiden Angaben. Prüfe die tatsächlich gemessene Wassertemperatur und die Bedürfnisse der anderen Tiere im Becken.
Brauchen Guppys einen Heizer?
Entscheidend ist, ob das Aquarium den gewählten Temperaturbereich auch nachts und im Winter hält. Sinkt das Wasser unter den Zielbereich, kann ein regelbarer Heizer nötig sein. Wähle die Ausführung nach Beckengröße, Raumtemperatur und Herstellerangaben; eine Wattzahl allein reicht nicht.
Die Gruppe sitzt im oberen Drittel. Pflanze den Hintergrund dicht, lass vorne Schwimmraum. Filterströmung darf nicht die ganze Oberfläche zerreißen — Guppys meiden starke Strömung.
Herkunft: Nördliches Südamerika und Karibik (Trinidad, Venezuela, Guyana). Familie Poeciliidae. Schicht im Becken: oben. Ernährung: omnivor. Lebenserwartung: 1,5–3 Jahre. KH 5–15 °dH. Empfohlen eher 80 l bei 60 cm Kantenlänge.
Zucht
Guppys sind lebendgebärend. Ein begattetes Weibchen bringt alle 28 bis 30 Tage 20 bis 50 Junge zur Welt, bei hoher Temperatur öfter. Die Elterntiere fressen den eigenen Nachwuchs, wenn es keine feinfiedrigen Pflanzen oder Schwimmpflanzen gibt. Wer keinen Nachwuchs will, hält eine reine Männchengruppe ab 6 Tieren — bei nur zwei Männchen entsteht ein dauerhaft verfolgter Außenseiter.
Typische Fehler
Das 20-Liter-Starterset ist zu klein, sobald Weibchen werfen. Zu weiches Wasser (KH unter 4 °dH) lässt den pH kippen; dann kommen Flossenschäden. Sumatrabarben, große Skalare und Kampffisch-Männchen sind schlechte Mitbewohner. Und: Guppys sind keine Algenfresser. Wer sie deshalb kauft, füttert sie und wundert sich über noch mehr Algen.
Was das Becken braucht
Abgeleitet aus den Werten oben. Die Empfehlung folgt dem Bedarf, nicht umgekehrt.
- Regelheizer, der 22–26 °C hält — auch im 54-l-Becken, sobald die Zimmertemperatur darunter fällt.
- Abdeckung: Guppys springen, vor allem bei Sauerstoffmangel oder Balzstress.
- Feinfiedrige Pflanzen als Jungfisch-Versteck, wenn du gemischtgeschlechtlich hältst.
- Futter mit pflanzlichem Anteil; reine Proteinmast verkürzt die Lebenszeit.
Quellen
- Seriously Fish — Poecilia reticulata
- Bierbach et al. (2025), Standards for scientific fish keeping: Poeciliid fishes
Haltungsdaten aus Fachquellen, Stand Recherche 2026. Eigene Beckenprotokolle ersetzen diese Zahlen, sobald das Verlagsaquarium läuft — nicht vorher.


