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Antennenwels (Ancistrus sp.), naturhistorische Tafel
Illustration, keine eigene Haltungsaufnahme. Ancistrus sp.

Antennenwels

Ancistrus sp. · Ancistrus · Bristlenose
einfach
112 lBecken ab
22–27 °CTemperatur
14 cmEndgröße
pH 6,0-7,5Säuregrad
GH 2–20Härte °dH
1+Gruppe

Antennenwelse brauchen ein Becken ab 80 cm / 112 Litern, Wurzelholz zum Raspeln und Höhlen. Sie sind keine Algenputzkolonne: Ohne Gemüse und Welstabletten verhungern sie in einem sauberen Becken. Kupferhaltige Mittel töten sie.

Passt das zu dir?

Ja, wenn

  • Du kannst Moorkienholz dauerhaft im Becken lassen.
  • Du willst einen nachtaktiven Bodenbewohner, der sich oft von selbst vermehrt.
  • Das Becken ist mindestens 80 cm lang.

Nicht halten, wenn

  • Du suchst einen Sauger für ein 60-Liter-Becken.
  • Du verwechselst ihn mit dem gemeinen Schildwels (Pterygoplichthys), der 40 cm wird.
  • Du willst zwei Männchen in einem kleinen Becken.

Einzeln, Paar oder 1 Männchen plus 2–3 Weibchen. Zwei Männchen erst ab ca. 150 cm Beckenlänge.

Haltung

Was im Beutel „Antennenwels“ heißt, ist fast immer ein Aquarienstamm von Ancistrus spec., 10 bis 14 cm, nicht der große Harnischwels aus dem Gartenteichregal. Ab 80 cm Kantenlänge und 112 Litern ist die Haltung eines Paares oder eines Harems (1 Männchen, 2–3 Weibchen) realistisch. Männchen sind untereinander territorial; unter 150 cm Länge gehört nur eines ins Becken.

Holz ist Pflicht, nicht Stimmung. Ancistrus raspelt Fasern, die den Darm in Gang halten. Ein Becken nur aus Steinen und Kunststoffpflanzen ist für diese Gattung falsch eingerichtet, auch wenn die Wasserwerte passen.

Herkunft: Amazonaszuflüsse, Südamerika. Familie Loricariidae. Schicht im Becken: unten. Ernährung: herbivor. Lebenserwartung: 5–12 Jahre. KH 1–10 °dH. Empfohlen eher 160 l bei 80 cm Kantenlänge.

Zucht

Höhlenbrüter mit väterlicher Brutpflege. Das Männchen bewacht das Gelege in der Röhre und fächelt. Im eingefahrenen Becken passiert das oft ohne Zutun. Jungtiere sind klein und werden leicht abgesaugt — feinmaschiger Filteransaugschutz hilft.

Typische Fehler

Kauf als „Algenfresser“ für ein Nano-Becken. Kein Holz. Zwei Männchen, eine Höhle. Kupfer. Und der Klassiker: ein 30-cm-„Saugwels“, der in drei Jahren das Becken sprengt — das war dann kein Ancistrus.

Was das Becken braucht

Abgeleitet aus den Werten oben. Die Empfehlung folgt dem Bedarf, nicht umgekehrt.

  • Moorkien- oder anderes Weichholz — Lignin ist Ballaststoff, kein Deko-Extra.
  • Höhlen (Tonröhre, Kokosnuss) in der Größe des Tiers.
  • Welstabletten und blanchierte Zucchini; Algen reichen nicht.
  • Kein Kupfer in Medikamenten oder Dünger.

Quellen

Haltungsdaten aus Fachquellen, Stand Recherche 2026. Eigene Beckenprotokolle ersetzen diese Zahlen, sobald das Verlagsaquarium läuft — nicht vorher.