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Gesamthärte: Calcium und Magnesium, nicht der pH

Die Gesamthärte (GH) zählt Calcium und Magnesium, gemessen in °dH. 1 °dH entspricht 17,9 mg/l Calciumcarbonat; Aquasabi rechnet 7,144 mg/l Calcium oder 4,346 mg/l Magnesium je Grad. Viele Süßwasserfische leben bei 4 bis 15 °dGH. Guppy und Platy 10–25, Molly 15–30, Neonsalmler 1–10, Diskus 1–8. GH ist nicht die KH: Natron hebt nur den Puffer. Senken durch Mischen mit Osmose, nicht durch pH-Minus. Arten zum Hahn — Besatzrechner.

Diagnose

Der Tröpfchentest zählt Tropfen bis zum Umschlag. Ein Tropfen entspricht in den gängigen Tests 1 °dGH. Streifen aus der Schublade reichen nicht. Zusammen mit KH und pH messen, nicht die GH allein. Die Stadtwerke nennen die Gesamthärte des Hahns; das ist die Zahl vor dem ersten Wechsel, nicht die im Glas nach Kalkstein und Verdunstung.

Gehäuse, die dünn werden oder Löcher zeigen: Calcium fehlt oft — Posthornschnecke GH 6–20. Garnelen, die in der Häutung stecken bleiben: Mineralien fehlen oft — Red-Fire GH 6–14. Amazonasfische, die nach dem Einsetzen in hartes Leitungswasser stehen und schießen: die Osmose sitzt auf der anderen Seite.

Das Waschmittelgesetz teilt Trinkwasser seit 2007 in weich (unter 8,4 °dH), mittel (8,4 bis 14 °dH) und hart (über 14 °dH). aquarium-wasser.de nennt 4 bis 14 °dH als brauchbares Fenster für die meisten Süßwasserarten. aquaoase: Gesellschaftsbecken oft 5–15 °dGH. Die Artspanne im Lexikon gilt vor der Tabelle.

Ursache

Calcium und Magnesium bestimmen den osmotischen Druck. Fische holen einen Teil über Futter, Schnecken und Garnelen bauen Gehäuse und Panzer aus dem Wasser. Eine GH, die um zehn Grad neben der Herkunft liegt, ist Dauerstress, kein Feintuning. Aquaristik-Profi: 4–15 °dGH tragen viele Arten; Südamerikaner eher weich, Lebendgebärende und viele Afrikaner eher mittel bis hart.

KH puffert den pH. GH tut das nicht. Deshalb kann die GH bei 12 liegen und der pH trotzdem kippen, wenn die KH unter 4 °dH fällt — NH4/NH3. Natriumhydrogencarbonat hebt die KH, ohne die GH zu heben. Kalkstein hebt beides.

Sofortmaßnahme

GH und KH messen, dann den Hahn. Ziel ist die Spanne der Tiere, die schon im Glas sind, nicht ein Idealpunkt.

  1. GH zu hoch für Neon oder Diskus: nächster Wechsel 30 Prozent mit gemischtem Wasser, nicht 100 Prozent auf einmal. Osmose, destilliertes Wasser oder sauberes Regenwasser auf GH ≈ 0 rechnen.
  2. Mischrechnung: Ziel geteilt durch Hahn. Leitung 16 °dGH, Ziel 8: gleiche Teile Leitung und Osmose. Leitung 18, Ziel 6: ein Drittel Leitung, zwei Drittel Osmose (18 × ⅓ = 6).
  3. GH zu niedrig für Lebendgebärende, Schnecken, Garnelen: härteres Leitungswasser im Wechsel, oder Aufhärtesalz im Eimer lösen, nicht als Pulver auf die Tiere. Kalkstein nur, wenn die Arten hartes Wasser wollen.
  4. Einen Abend höchstens ein paar Grad, nicht von 18 auf 4. Dann messen. pH-Minus und Torf als Wochenendprojekt holen KH und pH mit runter und lassen die GH nur langsam folgen.

Kein Ionentauscher aus der Spülmaschine: der tauscht Calcium gegen Natrium. Die GH-Anzeige fällt, der Salzgehalt bleibt, der pH-Puffer ist ein anderer.

Dauerlösung

Arten zum Wasser. Hartes Leitungswasser: Guppy, Platy, Molly, viele Schnecken. Weiches Wasser: Neon, Diskus, viele Südamerikaner. Wer beides in 54 Liter will, hat ein Besatzproblem, kein Härteproblem.

Jedes Nachfüllen im selben Verhältnis wie der Wechsel, sonst driftet die GH mit jedem verdunsteten Liter. Osmose plus Aufsalzen ist Waage und Leitwert, kein Beutel in den Filter. Ein, zwei Grad neben der Spanne sind Alltag; zehn Grad daneben sind die falschen Tiere.

4 bis 15 °dGH tragen die meisten Gesellschaftsbecken. Guppy ab 10, Neon oft unter 8. Mischen, nicht die Flasche. Die Artspanne zuerst.

Quellen

Zahlen aus den genannten Texten, Stand Recherche 2026. Der Test am eigenen Hahn gilt vor der Tabelle aus dem Internet.