Was der Handel Hornkraut oder Raues Hornblatt nennt, ist Ceratophyllum demersum. Es hat keine echten Wurzeln. Nährstoffe kommen aus dem freien Wasser, wie bei Schwimmpflanzen. ShrimpSpin: fünf bis zehn Zentimeter pro Woche. Du wirfst die Triebe rein, oder du drückst zwei bis drei Zentimeter kahlen Stängel in den Sand — nicht den belaubten Teil. CO2 nicht nötig. Vallisneria pflanzt du; Javafarn bindest du; Hornkraut treibt. Wasserpest hat Wurzeln am Stängel und will kühler bleiben.
Diagnose
Grüne Nadeln auf dem Sand, kahle Stängel zwei, drei Tage nach dem Einsetzen: Umstellung, kein Tod. ShrimpSpin: zwei bis drei Wochen warten, die Spitzen schieben neu. Braune, weiche Stücke im Kies: Fäule, weil Blätter mit unter die Fläche kamen. Sparrige Internodien, blass: oft zu wenig Licht oder zu wenig Nitrat im Wasser. Licht, Nitrat.
Ein Vorhang vor dem Filter: zu viel Masse. Im Nano unter 20 Litern reichen drei bis fünf Triebe à 15–20 cm. Die Standardlänge wird 40–100 cm. Goldfisch frisst weiches Grün; Hornkraut hält oft, bleibt aber kein Freibrief. Der Besatzrechner zählt Liter, nicht den Bund.
Ursache
Flowgrow: völlig wurzellos, treibend oder beschwert. Der häufigste Fehler ist, den ganzen belaubten Stängel in den Boden zu stecken. Dann fault die Mitte, während die Spitze noch grün ist. Dazu kommt der Sprung vom Ladenwasser nach Hause: Härte, Temperatur, Stunden Licht.
- Zu tief. Nur der kahle Fuß, zwei bis drei Zentimeter. Blätter unter dem Sand werden Matsch.
- Umzug. Nadeln fallen, Spitzen bleiben fest. Das ist Pause, kein Grund, alles rauszuziehen.
- Zu viel. 12 Stunden Licht und volle Fläche: unten wird es dunkel, oben wächst es weiter. Dann Fäden an den kahlen Stielen, nicht trotz der Pflanze.
Sofortmaßnahme
- Nadeln absaugen. Kahle, weiche Stängel raus. Feste Spitzen stehen lassen, auch nackt.
- Treiben: einfach rein. Andrücken: untere 2–3 cm entblättern, Fuß in den Bodengrund, nicht den ganzen Trieb.
- Licht 6 Stunden, nicht 12. Kein neuer Dünger, kein CO2-Sprung. Filterauslauf nicht in den Bund — die Stängel brechen.
- Wechsel 30 Prozent, ±1 °C. Wasserwechsel. Nach zwei bis drei Wochen ohne neue Spitze: der Rest darf weg.
Bruchstücke wachsen weiter. Kescher beim Schnitt, nicht reißen. Was du in den Abfluss spülst, gehört nicht in den Bach — auch wenn die Art hier heimisch ist.
Dauerlösung
Ein paar Triebe, 6 bis 8 Stunden Licht, wöchentlich 30 Prozent Wasser. Kürzen alle ein bis zwei Wochen: die oberen 10–15 cm ab, den kahlen Fuß ersetzen. Nano: drei bis fünf Triebe. 30–60 Liter: fünf bis zehn. Weiches Wasser und Neonsalmler passen; hartes Leitungswasser und Guppy auch. Red-Fire-Garnelen weiden zwischen den Quirlen. Ein Kampffisch-Männchen hängt darunter, wenn Luft an der Fläche bleibt.
Nitrat fällt, weil die Blätter aus der Säule holen, nicht aus dem Soil. Phosphat ebenso, wenn es im Wasser steht. Die Art ersetzt weder den Test noch den Wechsel. Ein Drittel der Fläche frei lassen, sonst verdunkelt der Vorhang Vallisneria und Cryptocoryne.
Keine Wurzeln. Treiben oder zwei Zentimeter kahlen Fuß. Nadeln nach dem Umzug: zwei bis drei Wochen. Fünf bis zehn Zentimeter die Woche, dann schneiden.
Quellen
- Flowgrow — Ceratophyllum demersum (wurzellos; treibend oder beschwert; sehr schnell; 4–30 °C; pH 6–9)
- ShrimpSpin — Hornkraut (5–10 cm/Woche; Nadelabwurf, neu in 2–3 Wochen; 2–3 cm kahlen Fuß stecken; Nano 3–5 Triebe)
- uscape — Ceratophyllum demersum (50–100 cm; 4–30 °C; pH 5–8,5; CO2 nicht nötig; Rückschnitt nötig)
Zahlen aus den genannten Texten, Stand Recherche 2026. Die Spitze im eigenen Glas gilt vor dem Bund im Beutel.