Sumatrabarben brauchen einen Schwarm ab 8 Tieren und ein Becken ab 80 cm / 120 Litern. Zu dritt sind sie Flossenzupfer. Mit Skalaren, Kampffischen und Schleierguppys gehören sie nicht zusammen.
Passt das zu dir?
Ja, wenn
- Du kannst 8–12 Tiere und 120 Liter unterbringen.
- Mitbewohner haben kurze, unauffällige Flossen.
- Du willst einen lebhaften, nicht einen stillen Besatz.
Nicht halten, wenn
- Skalare, Kampffische, Guppys mit Schleier.
- Nano-Becken.
- Drei Tiere „weil sie so hübsch gestreift sind“.
Schwarm ab 8, besser 10–12. Kleine Gruppen zupfen Flossen — das ist Gruppenstress, kein „Charakter“.
Haltung
Der Ruf als Beißfisch kommt von Unterbelegung. In einem Schwarm ab acht Tieren verteilt sich die Rangordnung, und die Energie geht in Artgenossen, nicht in die Flossen der Nachbarn. Trotzdem bleiben lange Schleier ein Ziel. Wer Skalare liebt, lässt die Barben weg — nicht umgekehrt nachträglich „aufstocken“.
Herkunft: Sundainseln, vor allem Sumatra und Borneo. Familie Cyprinidae. Schicht im Becken: mitte. Ernährung: omnivor. Lebenserwartung: 5–6 Jahre. KH 2–10 °dH. Empfohlen eher 160 l bei 80 cm Kantenlänge.
Zucht
Freilaicher, der eigene Eier frisst. Dichtes Pflanzenmaterial oder Laichmops, Elterntiere danach abfischen. Mittel schwer, im Gesellschaftsbecken selten erfolgreich.
Typische Fehler
Drei Barben zu zwei Skalaren. 54-Liter-Becken. Offenes Aquarium. Reine Flocken-Diät, dann kahle Pflanzen.
Was das Becken braucht
Abgeleitet aus den Werten oben. Die Empfehlung folgt dem Bedarf, nicht umgekehrt.
- Schwarmgröße als Pflicht, nicht als Empfehlung.
- Schwimmraum in der Mitte, Randbepflanzung.
- Abdeckung — Barben springen.
- Abwechslung im Futter, sonst werden Pflanzen angeknabbert.
Quellen
Haltungsdaten aus Fachquellen, Stand Recherche 2026. Eigene Beckenprotokolle ersetzen diese Zahlen, sobald das Verlagsaquarium läuft — nicht vorher.


